Swantje Lichtenstein: Am Ende der Weißheit / Verschalte Verbindungen
»Am Ende der Weißheit / Verschalte Verbindungen« von Swantje Lichtenstein ist eine Doppelpublikation gedruckt auf verschiedenfarbig weißen Fedrigoni-Papieren und verpackt in einem schwarzen Schuber. Zwei Bücher, die das Poetische politisch verstehen, die Räume, Körper, Bewegungen und Aktion in der Sprache sehen, Fragen stellen und in eine Auseinandersetzung gehen wollen.
»Am Ende der Weißheit« durchleuchtet kritisch in Prosagedichten die komplexe Vielfalt der rassistischen Idee des Weißseins und des Weißen Wissens. Ein Band, der die Weißheit anzeigt, auffächert und seziert. Autofiktionale Reflexionen verweisen vom Persönlichen zum Diskursiven, führen ein Gespräch, gehen vom eigenen Verflochtensein ins Gefecht mit sich selbst. »Am Ende der Weißheit« ist ein Buch gegen das Vonsichweisen und für das Bezeugen von ganz alltäglichen Rassismen. Die Poesie als anderes Wissen bietet Lichtenstein hierfür an.
»Verschalten Verbindungen. Performative Writing« setzt Worte in Aktion, in den Raum, jagt sie durch den Körper, die Stimme, stapelt sie in vielen Schichten, ganz und gebrochen. Poesie wird zum Gestaltwandlungsprozess, der Verschwiegenes zur Sprache bringt, Verbotenes benennt, Gestohlenes freisetzt und sich nicht zufrieden gibt mit den besetzten, übernommenen, verletzten Sprachen. Die performativen Texte zeigen etwas an, das nicht zwischen den Kiefern zermalt werden kann, das nicht leicht verdaulich, aber wichtig ist und das Sprechen selbst immer wieder in Frage stellt.
Gedichte: Swantje Lichtenstein
Lektorat: Jo Frank
Illustration & Gestaltung: Typografie · im · Kontext
Reihe: Edition Panopticon
Ausführung: 2 Softcover-Bände im Schuber
Seiten: 300 • Format: 19 x 14 cm
ISBN: 978-3-945832-44-8
1. Auflage: 2021