TRAUER (Jo Frank)
Trauer im Schmerz nicht zu verarbeiten, sondern Schmerz anzuerkennen, Trauer zu integrieren – dazu ist Sprache unverzichtbar, und Gedichte sind eine Möglichkeit.
Durchzogen von Szenen der Trauer, zeigt Jo Frank, wie persönliches Schreiben öffnen kann für die Einzigartigkeit eines Prozesses, der zum Leben gehört. Was, wenn sich Trauer der Sprache verweigert? Wenn Trauer ihre eigene Sprache einfordert, Wege zu ihr aber immer wieder versperrt? Jo Frank denkt in seinem Essay über die Unsichtbarkeit von Trauer in Abwesenheit von Sprache nach. Über Trauer, die in den Körper eingreift, den Körper angreift, sich dort ihren Ort sucht und ihn nicht wieder verlässt. Dort spricht sie in Gedichten, spricht mit ihnen.
Gedichte werden als Geste der Solidarität gedacht, als Ansprechpartner*in, die sich zuwendet, fragt, einfordert – überfordert. Jo Frank zeigt, wie Gedichte uns in unserem Trauerprozess begleiten können. Sein Essay wird dadurch zur Ressource für alle, die sich mit Trauer auseinandersetzen.
Essay: Jo Frank
Lektorat: Tillmann Severin
Gestaltung: Typografie · im · Kontext
Reihe: Edition Poeticon
Ausführung: Softcover
Seiten: 48 • Format: 15 x 9 cm
ISBN: 978-3-910320-09-3
1. Auflage: 2023